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Pascal Gabriel
Brustraus

47. Unglück ist verdammt teuer

By 15. November 2019No Comments

 

1. Weil du dein Glück kaufen musst

Wenn du nicht auf dem Pfad deiner Seele bist, versuchst du den Erwartungen zu entsprechen. Der Kapitalismus hat für jede Lücke deiner beschädigten Selbstwahrnehmung Produkte erfunden, die die Löcher temporär stopfen. Dann kaufst du den teuersten Laptop, die bessere Kaffeemaschine und das schickere Auto, um wenigsten die sichtbaren Kriterien für Glück zu polieren.

Der Preis von teurer ist verdammt hoch, wenn du feststellt, dass der teurere Laptop nicht die bessere Arbeit macht, die bessere Kaffeemaschine auch nur Kaffe brüht und das schöne Auto auch ekelhaft im Stau steht. Dann stellst du immer wieder fest, das dein gekauftes Glück kein inneres Glück ersetzt. Dass du die Basis für das Glück bist, das keinen Kaffee als Motivator braucht.

2. Weil du am Unglück sparen willst

In deinem Unglück versuchst du wahrscheinlich deinen Radius klein zu halten, damit dein Leben nicht noch unglücklicher wird. Der Gedanke färbt auf alles ab, was du im Leben brauchst. Dein Leben wird mehr zum Überleben.

Dann nimmst du das billigste Hotel, das billigste Gericht auf der Karte, die billigsten Büromöbel. „Ich brauche keinen Luxus“ ist eine schlechte Übersetzung von „Ich habe Angst, kein Geld zu haben“. Eine Polarisierung, die Gewissenhaftigkeit über deine ängstliche Lebensführung stellt. Der Preis von billig ist verdammt hoch. Mit ihm bekommt du die billigste Gesundheit, die billigste Selbstachtung, die billigsten Grundlagen und ultimativ das billigste Leben.