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Pascal Gabriel
Kopfhoch

5. Dein Gehirn ist kein Gefängnis

By 4. Oktober 2019No Comments

Vielleicht hast du manchmal das Gefühl, einer Situation hilflos ausgeliefert zu sein. Sobald du etwas ändern willst – im Job, in der Beziehung, in deinem Leben – sind sie da: die Wände deiner eigenen Zelle. Die Gitterstäbe dieses Gefängnisses sind die Glaubenssätze, die deine Lebenssituation am Platz halten. Man sollte. Man müsste. Man könnte. Aber: Man kann ja nicht einfach…

Mit solchen Sätzen bist du wie ein Löwe im Käfig – zuerst wehrst du dich, dann verzweifelst du, dann resignierst du. Ab da sind deine Versuche auszubrechen nur noch vage Ambitionen. Versuche, wie Schattenspiele vor dir selbst, das Drama und Scheitern von langer Erfahrung eingeplant. Depression, Langeweile, kurze Momente von Aufregung und Vollbremsungen. Endlose Déjà-Vus, alles wiederholt sich. Ab und zu ein Urlaub. Spaghetti beim Italiener um die Ecke. Hamsterrad ohne Fortschritt. Leere ohne Grund. Mehr nicht.

Limitierungen, die du akzeptierst, werden zu den Grenzen eines Käfigs, den du dir als deine Identität baust. Das Spiel kannst du ein Leben lang machen und am Ende sagen, du hättest es ja wenigstens versucht; dass das Leben ganz okay war.

Nur wer sich an die Grenze traut, kann seine Limitierungen erkennen. Nur wer seine Grenzen kennt, kann sie konfrontieren und auflösen. Oder weiter in Gefangenheit leben, wie jeder andere Zirkuslöwe auch. Da hättest du im Käfig auch einfach nichts tun können. Oder eben ausbrechen.

Dein Gehirn ist kein Gefängnis. Du machst es dazu.